Das war das Jahr 2020

Liebe Familie,
liebe Freunde,
liebe Kundinnen und Kunden!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir möchten das Jahr noch einmal kurz reflektieren. Es war ein Jahr mit einigen Hochs, aber auch sehr vielen Tiefs. Die Situation als junges Unternehmen ist grundsätzlich schon keine einfache, doch wenn dann noch eine Pandemie hinzukommt, die das ganze Land, ganz Europa beziehungsweise die ganze Welt zum Stillstand bringt, ist alles nochmals eine Spur schwieriger.

Nichtsdestotrotz sind wir unfassbar stolz auf das, was wir erlebt haben. Es waren viele interessante, lehrreiche und lustige Begegnungen dabei. Wir haben viel Lob, aber auch sehr viel Kritik erhalten. Doch beginnen wir ganz am Anfang wie wir dieses Jahr erlebt haben:

Im März, wenige Tage vor dem Lockdown, wurde Kombiticket Austria nach etwa einjähriger Vorbereitung schlussendlich gegründet. Voller Elan und Vorfreude haben wir gleich unsere ersten Produkte in den Druck geschickt und konnten kaum erwarten mit dem Verkauf zu starten. Was dann passierte hat nicht nur unsere Pläne, sondern unser aller Pläne ziemlich verworfen. Bei uns sah das in etwa so aus: Von zwei umtriebigen Jungunternehmern, die gefühlt die Welt erobern wollten hinzu zwei Maturanten, die Tag ein Tag aus stundenlang in irgendwelchen Online Meetings Platz nehmen mussten.

Im April sah unsere Situation natürlich nicht viel anders aus und wir wussten, dass diese Pandemie uns noch länger begleiten wird. Daher mussten wir uns etwas überlegen, da es unmöglich war Tickets zu verkaufen, aber wir trotzdem unsere Fixkosten, wie Sozialversicherung, Webseite, … hatten. Da wir, also Robin und ich, jedoch mehr als überzeugt von unserer Idee waren, haben wir ein bisschen gebrainstormed was wir bereit wären zu tun, um zu beweisen wie sehr uns Kombiticket Austria am Herzen liegt. Da man ja häufig zu Personen sagt, die einen unbändigen Willen haben, dass sie bereit sind die Extrameile zu gehen, haben wir uns gedacht wir nehmen das mal wortwörtlich und gehen ein paar Kilometer. Genauer gesagt haben wir uns gedacht, dass wir von Pressbaum nach Westendorf, das sind in etwa 400 Kilometer, gehen könnten. Als Voraussetzung haben wir jedoch gesagt, dass wir pro Kilometer zumindest einen Euro gespendet bekommen wollen, damit wir unser Unternehmen über die Runden bringen können. Unsere Voraussetzung waren somit mindestens 800 Euro zu erhalten, dann würden wir gehen.

Der Mai war ein sehr ereignisreicher Monat. Unsere Crowdfunding-Kampagne mit dem Fußmarsch nach Tirol lief sensationell. Wir wussten somit, dass wir „gerettet“ sind und weiter planen können. Gleichzeitig wussten wir jedoch, dass wir ein paar Veränderungen an unserem Produkt vornehmen müssen. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur ein einziges Produkt und das war ein Österreichticket „1 Land, 9 Unternehmen“, mit welchem man in jedem österreichischen Bundesland ein typisches Unternehmen des Bundeslands besuchen konnte. Wir haben daraufhin dieses Österreichticket in drei Tickets geteilt, sodass man alle beinhalteten Unternehmensbesuche mit Tagesausflügen absolvieren kann. Wir wussten, dass die meisten Leute ihren Sommer in Österreich verbringen werden und wollten mit diesen Regionaltickets wenigstens tageweise für Urlaubsfeeling sorgen.

Im Juni hat sich die ganze Coronasituation in Österreich beruhigt. Die Maßnahmen wurden nach und nach gelockert und immer wieder wurde davon gesprochen, dass man bald wieder Veranstaltungen besuchen könne. Einerseits freute uns das als große Sportfans, aber noch viel mehr freute es uns als Unternehmer. Seit März stand unser Sportkombiticket für Wien nun in den Startlöchern. Jetzt war es dann soweit dieses zu launchen, denn in den nächsten Wochen sollten wieder Fans in die Sportstadien gelassen werden.

Auch im Juli ging es wurden wieder Produkte gelauncht. Diesmal wurden unsere drei Regionaltickets, die wir während des ersten Lockdowns eigentlich aus der Not heraus umgeplant haben, veröffentlicht. Mit den Tickets „1 Region, 2 Unternehmen“, „1 Region, 3 Unternehmen“ sowie „1 Region, 4 Unternehmen“ standen die perfekten Begleiter für den Weg durch Österreich bereit.

Im August haben wir, wenn man so will, unsere „Wettschulden“ eingelöst. Und zwar sind wir tatsächlich von Pressbaum nach Westendorf marschiert und das innerhalb von zehn Tagen. Es war eine ultimative sportliche Herausforderung, die mehrmals vor der Kippe stand. Die Wetterbedingungen waren enorm, zu den muskulären Problemen gesellten sich von Tag zu Tag immer mehr Blasen an den Füßen hinzu. Der etwa 15 Kilogramm schwere Rucksack am Rücken sowie die psychische Belastung machten die Sache nicht einfacher. Im Endeffekt haben wir jedoch die 396 Kilometer erfolgreich absolviert, worauf wir unfassbar stolz sind, denn jeden Tag einen Marathon zu gehen, ist alles andere als einfach.

Im September konnte man hautnah miterleben wie nah oftmals Freud und Leid zusammenliegt. Einerseits haben Robin und ich beschlossen mit September uns beruflich zu trennen. Robin rückte beim Bundesheer ein und entschied sich nicht nebenbei an Kombiticket Austria weiterzuarbeiten, was natürlich sehr bedauerlich ist, aber unserer Freundschaft, die nach wie vor sehr gut ist, sicher nicht geschadet hat. Nur wenige Tage nach dieser Entscheidung waren wir vor Hunderttausenden Zuseherinnen und Zusehern in der Fernsehsendung „2 Minuten, 2 Mentoren“, einer Sondersendung der Erfolgssendung „2 Minuten, 2 Millionen“, zu sehen. Wir durften im Hauptabendprogramm auf Puls 4 vor Leuten, wie Matthias Strolz oder Erich Falkensteiner unser Business vorstellen.

Im Oktober hatte ich erstmals wieder Unterstützung im Büro von Kombiticket Austria, auch wenn es nur drei Tage waren. Und zwar hat eine junge AHS-Schülerin ihre berufspraktischen Tage bei Kombiticket Austria absolviert. Es war eine sehr interessante und lehrreiche Erfahrung.

Der November wurde vor allem für Planungen im Hintergrund genutzt und zwar insbesondere was die Social Media Kanäle anging. Einerseits wurden einige Postings für die kommenden Wochen vorbereitet und andererseits wurden einheitliche Vorlagen gestaltet. Darüber hinaus wurde natürlich auch der Adventkalender, der ab 1. Dezember auf den sozialen Netzwerken starten sollte, bis ins letzte Detail geplant. Also es wurden einerseits die Preise festgelegt, die Fotos sowie die Texte für die Postings vorbereitet und generell die Rahmenbedingungen und Teilnahmebedingungen festgelegt.

Der Herbst hatte es coronatechnisch in sich. Mal sperrte alles auf, dann wurden wieder Teile, wie Hotellerie und Gastronomie geschlossen, dann war wieder alles zu. Das Resultat daraus war, dass die Leute einerseits sehr verunsichert waren und andererseits, dass wir geplante Flyeraktionen sowie Stände auf kleineren Weihnachtsmärkten abblassen mussten. Die nächste harte Probe stand bevor, denn wir hatten zumindest auf das Weihnachtsgeschäft gehofft. Somit musste im Dezember die nächste verrückte Aktion her. Passend zu Weihnachten haben wir X-Mas Boxen entworfen. Die Basis der X-Mas Box bildeten zwei Regionaltickets nach Wahl. Darüber hinaus befanden sich zahlreiche österreichische Produkte in der Box. Angefangen bei Marmelade über Duschbomben bis hin zu Saftkonzentrat. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle für die Bereitstellung der Produkte. Auch passend zu Weihnachten haben wir jedoch die Boxen auf insgesamt 24 Stück limitiert. Pro verkaufter Box haben wir versprochen eine Stunde um den Wienerwaldsee in Pressbaum zu gehen. Die logische Folge war daher, dass wir 24 Stunden durchgängig um den Wienerwaldsee gehen, sofern wir ausverkauft sind. Letztendlich waren wir innerhalb weniger Tage ausverkauft. Die 24 Stunden um den Wienerwaldsee werden wir im Frühjahr 2021 absolvieren. Jede und jeder ist herzlich eingeladen 1, 2, 3, … oder sogar 24 Stunden mitzugehen. Also auch im Jahr 2021 geht es spannend weiter. Ich bin gespannt worüber ich genau in einem Jahr schreiben darf.

Wir wünschen besinnliche Weihnachten sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr

Constantin



Älterer Post Neuerer Post